 | P r a x i s z e i t u n g Jahrgang 11, Ausg. 1 MR. Dr.Helmut Lang Skifahren ist Kniefahren —deutlich mehr Knieverletzungen durch Carven! Der Nachteil der Carving Ski liegt darin, dass bei unkontrolliertem Kantendruck der Ski blitzartig die Richtung ändern kann. Die Technik, einen Carver zu fahren braucht wesentlich mehr Körpereinsatz als früher mit den nicht taillierten Skiern. Die Hüft—und Kniegelenke und entsprechende Muskelgruppen sind deutlich höheren Belastungen ausgesetzt, Kraft und Ausdauer, aber auch Trainingszustand sind gefragt und sollte im Sinne einer rechtzeitigen Vorbereitung angepasst werden. Am häufigsten wird das vordere Kreuzband rupturiert (VKBR), eine Verletzung die zu einer Instabilität des Kniegelenkes führt und damit auch zu einer erhöhten Anfälligkeit für spätere Arthrosebildung des Kniegelenkes. Je nach Intensität des Traumas gesellen sich noch Verletzungen des inneren Seitenbandes und des Innenmeniskus dazu. Ein weiteres Problem stellt auch der vordere Knieschmerz dar im Sinne eines Knorpelschadens der Kniescheibe– entstanden durch den hohen Anpressdruck der Kniescheibe in seinem Gleitlager– besonders beobachtet beim untrainierten Skifahrer. Da es beim Skifahren immer wieder Stürze und Verletzungen geben wird und der Ausgang eines Sturzes meist vom Fahrer selbst bestimmt wird, seinem Muskelzustand, Fitness, Koordination, ist eine Vorbereitungsphase vor dem Winter eine wichtige Forderung. Doping Nicht nur im Spitzensport, sondern auch im Breitensport, in den Fitnessstudios und zuhause werden Substanzen eingenommen, illegal bezogen und die Gesundheit gefährdend. Vor allem Hormone werden appliziert um Leistung und Trainingszustand zu verbessern. Mit zunehmendem Alter gibt es einen natürlichen Abfall von Hormonen im Organismus (Östrogen, Progesteron, Testosteron, Insulin, DHEA, Adrenalin, Melatonin,.. ) verantwortlich auch für ein Nachlassen der körperlichen, aber auch psychischen Leistungsfähigkeit, Gewichtszunahme, sexuelle Funktionsstörungen. Diese—nicht erst ab 60 beginnenden Abbauprozesse– werden zum Anlass genommen, „rechtzeitig vorzusorgen“ oder a priori eben Leistungssteigerungen zu erzielen. Zusätzlich entstehen durch Sport aber auch Beeinflussungen des hormonalen Systems (zB Ausbleiben der Menstruationsblutung bei Marathonläuferinnen) Veränderungen, die in ihren vollen Zusammenhängen noch gar nicht wirklich erforscht sind. Doping im Spitzensport hat eine lange Tradition, Dopingkontrollen sind an der Tagesordnung, hinken aber dem Einfallsreichtum der Sportmanager und der Sportler selber meist hinten nach was zu einer gewissen Hilflosigkeit der Kontrollorgane führt. Doping im Breitensport ist eine weniger bekannte Größe, vor allem, was die Auswirkungen auf die Gesundheit mittel -und langfristig betrifft. Dass die Dimension ungeheuerlich ist beweisen die fallweise doch immer wieder entdeckten, illegal importierter Dopingsubstanzen Impfungen– warum? • Erkrankungen, die von Mensch zu Mensch übertragen werden ( Masern, Keuchhusten, Hepatitis B…) können eingedämmt werden, wenn sich genügend Menschen dagegen impfen lassen, die Erreger können nicht mehr zirkulieren, was eine sogen. „Herdenimmunität“ bewirkt. Wären z.B 95
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